Handyvertrag Vergleich 2026

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Tipps zum Handyvertrag

Vier Dinge, auf die du beim Handyvertragsvergleich achten solltest.

01

Datenvolumen realistisch einschätzen

Die meisten Nutzer brauchen 5-15 GB pro Monat. Prüfe deinen tatsächlichen Verbrauch in den Einstellungen deines Smartphones, bevor du dich festlegst.

02

Netzabdeckung am Wohnort prüfen

Nicht jedes Netz ist überall gleich gut. Prüfe vor Vertragsabschluss die Netzabdeckung von Telekom, Vodafone und Telefónica an deinem Wohnort und Arbeitsplatz.

03

Rufnummermitnahme direkt beantragen

Die Rufnummermitnahme (Portierung) spart Stress und ist seit 2021 kostenlos. Beantrage sie direkt beim neuen Anbieter — der regelt alles Weitere.

04

24-Monats-Verträge sind oft günstiger

Monatlich kündbare Tarife bieten Flexibilität, sind aber pro Monat teurer. Wer sich für 24 Monate bindet, spart oft 20-30 % gegenüber dem Flex-Tarif.

Wissenswertes zur Handyvertrag

Alles was du für eine fundierte Entscheidung wissen musst — verständlich erklärt.

Das solltest du wissen

1. Handyvertrag finden: So geht's

Der Mobilfunkmarkt in Deutschland ist einer der wettbewerbsintensivsten in Europa. Über 60 Anbieter konkurrieren um rund 160 Millionen Mobilfunkanschlüsse — das sind fast zwei pro Einwohner. Für Verbraucher bedeutet das: Die Auswahl ist riesig, die Preisunterschiede erheblich, und ein Vergleich lohnt sich fast immer.

Grundsätzlich gibt es drei Arten von Mobilfunktarifen:

Laufzeitvertrag (24 Monate): Der klassische Handyvertrag mit fester Mindestlaufzeit. Oft günstiger pro Monat als flexible Tarife, dafür bindest du dich für zwei Jahre. Seit Dezember 2021 gibt es keine automatische Verlängerung um 12 Monate mehr — nach Ablauf der Mindestlaufzeit gilt eine Kündigungsfrist von nur einem Monat.

Monatlich kündbarer Tarif: Volle Flexibilität bei etwas höherem Monatspreis. Ideal für alle, die regelmäßig den Tarif wechseln oder die aktuelle Marktsituation nutzen möchten.

Prepaid: Keine Vertragsbindung, volle Kostenkontrolle. Du lädst Guthaben auf und telefonierst, bis es aufgebraucht ist. Moderne Prepaid-Tarife bieten auch Flatrates und Datenpakete — oft günstiger als gedacht.

Gut zu wissen

Seit Dezember 2021 gilt das neue Telekommunikationsgesetz (TKG). Verträge verlängern sich nach der Mindestlaufzeit nur noch auf unbestimmte Zeit und sind jederzeit mit einem Monat Frist kündbar. Das stärkt die Verhandlungsposition der Verbraucher erheblich.

Bei der Tarifwahl sind vier Faktoren entscheidend: das Mobilfunknetz (Netzabdeckung am Wohnort und Arbeitsplatz), das Datenvolumen (passend zum eigenen Nutzungsverhalten), die Vertragslaufzeit (Flexibilität vs. Preisvorteil) und eventuelle Zusatzleistungen wie EU-Roaming, MultiSIM oder Streaming-Optionen.

TarifartLaufzeitTypischer Preis (10 GB)Flexibilität
24-Monats-Vertrag24 Monate10 - 20 Euro/MonatGering
Monatlich kündbar1 Monat15 - 30 Euro/MonatHoch
PrepaidKeine8 - 15 Euro/4 WochenSehr hoch

2. Mobilfunknetze in Deutschland

In Deutschland gibt es aktuell vier Mobilfunknetze, die sich in Abdeckung, Geschwindigkeit und Preis deutlich unterscheiden. Die Wahl des Netzes ist mindestens so wichtig wie die Tarifwahl selbst — denn der günstigste Tarif nützt nichts, wenn das Netz am eigenen Standort schlecht ist.

Telekom (D1-Netz)

Das Netz der Deutschen Telekom gilt als das beste in Deutschland. Es bietet die höchste Flächenabdeckung, die schnellsten Durchschnittsgeschwindigkeiten und die geringste Ausfallrate. Besonders auf dem Land und an Autobahnen ist die Telekom oft der einzige Anbieter mit stabilem Empfang. Der Nachteil: Tarife im Telekom-Netz sind durchschnittlich 20-40 % teurer als im E-Netz.

Vodafone (D2-Netz)

Vodafone betreibt das zweitbeste Netz in Deutschland. Die Abdeckung ist in Städten nahezu gleichwertig mit der Telekom, auf dem Land gibt es vereinzelt Unterschiede. Preislich liegt Vodafone zwischen Telekom und Telefónica. Vodafone bietet zudem als erster Anbieter Kabel-Mobilfunk-Kombipakete (GigaKombi) an.

Telefónica (O2/E-Netz)

Das Netz von Telefónica hat in den letzten Jahren massiv aufgeholt. In Städten ist die Abdeckung inzwischen sehr gut, auf dem Land gibt es aber weiterhin Lücken. Der große Vorteil: Tarife im O2-Netz sind deutlich günstiger. Viele Discounter wie ALDI TALK, Blau oder Congstar (teilweise) nutzen das Telefónica-Netz.

1&1 (eigenes Netz im Aufbau)

1&1 baut seit 2023 ein eigenes Mobilfunknetz auf. Aktuell nutzt 1&1 noch das Netz von Telefónica als National-Roaming-Partner. Der eigene Netzausbau konzentriert sich zunächst auf Ballungsräume. Langfristig soll ein vollwertiges viertes Netz entstehen.

Achtung

Prüfe vor Vertragsabschluss immer die Netzabdeckung an deinem Wohnort und Arbeitsplatz. Die Netzbetreiber bieten auf ihren Websites Netzabdeckungskarten an. Auch der Breitbandatlas der Bundesnetzagentur gibt Auskunft über die tatsächliche Versorgung.

NetzBetreiber4G-Abdeckung Fläche5G-AbdeckungPreisniveau
D1Telekomca. 99 %ca. 95 % BevölkerungHoch
D2Vodafoneca. 98 %ca. 90 % BevölkerungMittel-Hoch
E-NetzTelefónica/O2ca. 97 %ca. 85 % BevölkerungGünstig
1&11&1Im AufbauIm AufbauGünstig-Mittel

Discounter wie ALDI TALK, Lidl Connect, Congstar oder WinSIM nutzen die Netze der großen Betreiber, bieten aber deutlich günstigere Tarife. Der Nachteil: Teilweise sind die maximalen Geschwindigkeiten auf 25 oder 50 Mbit/s gedrosselt, während die Netzbetreiber selbst 300 Mbit/s oder mehr bieten.

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3. Datenvolumen: Wie viel brauche ich?

Das Datenvolumen ist neben dem Netz der wichtigste Faktor bei der Tarifwahl. Zu wenig bedeutet Frust durch Drosselung, zu viel bedeutet unnötige Kosten. Der Schlüssel: Kenne deinen tatsächlichen Verbrauch.

So findest du deinen Verbrauch heraus:

Auf dem iPhone: Einstellungen > Mobilfunk > Aktuelle Periode. Auf Android: Einstellungen > Netzwerk & Internet > Datenverbrauch. Dort siehst du, wie viel Datenvolumen du im aktuellen Zeitraum verbraucht hast. Alternativ zeigt dir dein Anbieter den Verbrauch in der App oder im Kundencenter.

Typische Nutzungsprofile:

ProfilNutzungEmpfohlenes Volumen
WenignutzerMessaging, E-Mail, gelegentlich Surfen2 - 5 GB
NormalnutzerSocial Media, Nachrichten, Fotos, Maps5 - 10 GB
VielnutzerVideos, Musik-Streaming, Social Media intensiv10 - 20 GB
Power-UserMobile Hotspot, Video-Streaming, Cloud-Sync20 - 50 GB
UnlimitedAlles ohne Nachdenken, Hotspot für FamilieUnlimited

Was verbraucht wie viel Datenvolumen?

Eine Stunde YouTube in Standardqualität verbraucht etwa 700 MB, in HD bereits 1,5 GB. Spotify-Streaming in hoher Qualität benötigt rund 150 MB pro Stunde. Eine Stunde Videocall (Zoom, Teams) schlägt mit 500-700 MB zu Buche. Social Media wie Instagram oder TikTok verbrauchen durch die vielen Videos erstaunlich viel — 300-500 MB pro Stunde aktiver Nutzung.

Gut zu wissen

Tipp: Nutze WLAN wo immer möglich — zu Hause, im Büro, in Cafés. Damit reduzierst du deinen mobilen Datenverbrauch drastisch und kommst mit einem kleineren (günstigeren) Tarif aus. Die meisten Smartphones verbinden sich automatisch mit bekannten WLAN-Netzwerken.

Drosselung vs. Datenautomatik:

Ist dein Datenvolumen aufgebraucht, wird die Geschwindigkeit bei den meisten Tarifen auf 64 kbit/s gedrosselt — das reicht gerade noch für Textnachrichten. Einige Tarife bieten eine Datenautomatik, die automatisch Volumen nachbucht (meist 2-5 Euro pro 200-500 MB). Prüfe, ob du die Datenautomatik deaktivieren kannst, wenn du Kostenkontrolle bevorzugst.

4. Vertrag vs. Prepaid vs. Monatlich kündbar

Die Wahl der Vertragsform beeinflusst Preis, Flexibilität und Komfort. Jede Variante hat ihre Berechtigung — je nach Lebenssituation und Nutzungsverhalten.

24-Monats-Vertrag

Der klassische Laufzeitvertrag bietet den niedrigsten Monatspreis. Du bindest dich für 24 Monate, erhältst dafür aber oft Vergünstigungen, Boni oder subventionierte Smartphones. Nach Ablauf der Mindestlaufzeit kannst du seit Dezember 2021 jederzeit mit einem Monat Frist kündigen.

Vorteile: Günstigster Monatspreis, oft inklusive Smartphone, Bonusaktionen. Nachteile: 24 Monate Bindung, bei Tarifänderungen im Markt bleibt man gebunden.

Monatlich kündbarer Tarif

Die flexible Alternative. Du zahlst etwas mehr pro Monat, kannst aber jederzeit wechseln. Ideal für alle, die regelmäßig Tarifvergleiche machen und von neuen Angeboten profitieren wollen.

Vorteile: Maximale Flexibilität, schneller Wechsel möglich, kein Risiko. Nachteile: 15-30 % teurer pro Monat, selten mit Smartphone-Angebot.

Prepaid

Volle Kostenkontrolle ohne jede Vertragsbindung. Moderne Prepaid-Tarife bieten Datenflats und Allnet-Flatrates zu günstigen Preisen. Ideal für Wenignutzer, Kinder und alle, die ihre Kosten genau kontrollieren möchten.

Vorteile: Keine Vertragsbindung, volle Kostenkontrolle, sofort verfügbar. Nachteile: Oft etwas weniger Datenvolumen pro Euro, keine Smartphone-Subvention.

Kriterium24-Monats-VertragMonatlich kündbarPrepaid
Monatspreis (10 GB)10-20 Euro15-30 Euro8-15 Euro/4 Wochen
Kündigungsfrist1 Monat (nach MV)1 MonatKeine
Smartphone inklusiveOft möglichSeltenNein
KostenkontrolleMittelMittelHoch
Für wen ideal?Sparfüchse, PlanerFlexible, WechslerWenignutzer, Kinder

Gut zu wissen

Empfehlung: Wer seinen Tarif gefunden hat und sich nicht ständig mit Mobilfunk beschäftigen will, fährt mit einem 24-Monats-Vertrag am günstigsten. Wer regelmäßig vergleicht und wechselt, profitiert von monatlich kündbaren Tarifen — die Ersparnis durch häufigen Wechsel kann die höheren Monatskosten überkompensieren.

Du kennst jetzt die wichtigsten Kriterien — finde den besten Tarif.

5. Handyvertrag mit Smartphone

Viele Mobilfunkanbieter bieten Verträge mit subventioniertem Smartphone an. Das klingt attraktiv — Flaggschiff-Smartphones für 1 Euro Einmalzahlung. Doch die Rechnung geht nicht immer auf.

So funktioniert die Subvention:

Der Anbieter verkauft dir das Smartphone zu einem reduzierten Preis (oft 1-50 Euro Einmalzahlung) und verteilt die restlichen Kosten auf den monatlichen Tarifpreis über 24 Monate. Der Tarif ist dadurch deutlich teurer als ein reiner SIM-only-Tarif.

Beispielrechnung:

PostenMit SmartphoneOhne Smartphone
Smartphone (z.B. iPhone 15)1 Euro849 Euro (Einzelkauf)
Monatlicher Tarif59,99 Euro24,99 Euro
Kosten über 24 Monate1.440,76 Euro1.448,76 Euro
Gesamtkosten1.441,76 Euro1.448,76 Euro

In diesem Beispiel sind die Kosten nahezu identisch. Aber: Beim separaten Kauf hast du die Wahl des günstigsten Smartphone-Preises (Angebote, Gebrauchtkauf, ältere Modelle) und den günstigsten SIM-only-Tarif.

Achtung

Bei Mittelklasse-Smartphones (300-500 Euro) ist der separate Kauf fast immer günstiger. Der Vertrag mit Smartphone lohnt sich am ehesten bei teuren Flaggschiffen (ab 1.000 Euro) in Kombination mit einem ohnehin hochwertigen Tarif im D-Netz.

Worauf du achten solltest:

- Vergleiche immer die Gesamtkosten über 24 Monate, nicht nur die Einmalzahlung - Prüfe, ob der Tarif auch ohne Smartphone sinnvoll wäre - Achte auf die Ratenzahlung: Manche Anbieter bieten getrennte Raten für Tarif und Smartphone — das ist transparenter - Prüfe, ob du das Smartphone nach Vertragsende behalten darfst (normalerweise ja) - Bei Vertragsende prüfen: Ohne Smartphone-Rate sinkt der optimale Monatspreis

6. Rufnummermitnahme (Portierung)

Die Rufnummermitnahme — auch Portierung genannt — ermöglicht es dir, deine bisherige Handynummer zum neuen Anbieter mitzunehmen. Seit dem 1. Dezember 2021 ist die Portierung kostenlos. Vorher kostete sie bis zu 30 Euro.

So funktioniert die Portierung:

1. Neuen Vertrag abschließen: Beim neuen Anbieter gibst du an, dass du deine Nummer mitnehmen möchtest, und nennst deine bisherige Rufnummer. 2. Alten Vertrag kündigen: Kündige deinen alten Vertrag fristgerecht oder nutze ein Sonderkündigungsrecht. Wichtig: Die Portierung funktioniert auch ohne Kündigung — du kannst die Nummer bereits vor Vertragsende portieren und beim alten Anbieter eine neue Nummer erhalten. 3. Portierung beauftragen: Der neue Anbieter stellt den Portierungsantrag. Du musst lediglich eine Portierungserklärung unterschreiben (meist digital im Bestellprozess). 4. Warten: Die Portierung dauert in der Regel 1-2 Werktage. Während der Umschaltung bist du kurzzeitig (wenige Stunden) nicht erreichbar. 5. Fertig: Deine alte Nummer funktioniert ab sofort beim neuen Anbieter.

Gut zu wissen

Die Portierung ist seit Dezember 2021 komplett kostenlos. Der abgebende Anbieter darf keine Gebühr mehr erheben. Manche neuen Anbieter zahlen sogar einen Portierungsbonus von 10-25 Euro.

Häufige Fragen zur Portierung:

- Kann ich die Nummer vorzeitig portieren? Ja, du kannst die Nummer bis zu 123 Tage vor Vertragsende beim alten Anbieter portieren. Der alte Vertrag läuft dann mit einer neuen Nummer weiter. - Was passiert mit meiner alten SIM? Sie wird deaktiviert, sobald die Portierung abgeschlossen ist. - Funktioniert die Portierung zwischen allen Netzen? Ja, die Portierung funktioniert netzübergreifend (z.B. von Telekom zu O2 oder umgekehrt). - Kann die Portierung scheitern? Selten. Die häufigsten Gründe: falsche persönliche Daten (Name/Adresse beim alten Anbieter stimmt nicht mit dem Portierungsantrag überein) oder technische Probleme. In beiden Fällen wird die Portierung verschoben, nicht abgelehnt.

Bereit für den nächsten Schritt?

7. Handyvertrag kündigen und wechseln

Das neue Telekommunikationsgesetz (TKG) von Dezember 2021 hat die Kündigungsbedingungen deutlich verbraucherfreundlicher gemacht. Die wichtigsten Änderungen im Überblick:

Reguläre Kündigung:

Die Mindestvertragslaufzeit beträgt weiterhin maximal 24 Monate. Nach Ablauf der Mindestlaufzeit verlängert sich der Vertrag aber nur noch auf unbestimmte Zeit — nicht mehr automatisch um 12 Monate. Die Kündigungsfrist beträgt dann nur noch einen Monat.

Kündigungsfristen im Überblick:

SituationKündigungsfristHinweis
Während der MindestlaufzeitZum Ende der Laufzeit, 1 Monat vorherFrüheste Kündigung möglich
Nach der Mindestlaufzeit1 Monat jederzeitNeue Regelung seit 12/2021
Sonderkündigung (Preiserhöhung)1 Monat ab MitteilungSofort wirksam
Sonderkündigung (Umzug)Bei Nicht-Verfügbarkeit am neuen OrtNachweis erforderlich

Sonderkündigungsrecht:

In bestimmten Fällen kannst du auch vor Ablauf der Mindestlaufzeit kündigen:

- Preiserhöhung: Erhöht der Anbieter den Preis einseitig, hast du ein Sonderkündigungsrecht mit einem Monat Frist. - Leistungsmangel: Wenn die vertraglich zugesicherte Leistung dauerhaft nicht erreicht wird (z.B. deutlich niedrigere Geschwindigkeit als vereinbart), kannst du den Vertrag kündigen oder den Preis mindern. - Umzug: Ist dein Tarif am neuen Wohnort nicht verfügbar (betrifft vor allem Festnetz-Mobilfunk-Kombis), hast du ein Sonderkündigungsrecht.

Achtung

Kündige immer schriftlich — per E-Mail, Brief oder über das Online-Kundencenter. Telefonische Kündigungen werden manchmal nicht korrekt erfasst. Seit dem neuen TKG müssen Anbieter einen Kündigungsbutton auf ihrer Website anbieten.

Ablauf beim Wechsel:

1. Neuen Tarif auswählen und bestellen (mit Portierungswunsch) 2. Alten Vertrag kündigen (oder der neue Anbieter übernimmt die Kündigung) 3. SIM-Karte des neuen Anbieters erhalten und aktivieren 4. Portierung abwarten (1-2 Werktage) 5. Alte SIM-Karte entsorgen

Der gesamte Wechselprozess dauert in der Regel 5-10 Werktage. Während dieser Zeit bist du durchgehend erreichbar — die Umschaltung erfolgt erst, wenn alles beim neuen Anbieter bereit ist.

8. Die häufigsten Fehler beim Handyvertrag

Der Mobilfunkmarkt ist komplex und unübersichtlich. Diese acht Fehler kosten Verbraucher jedes Jahr Millionen Euro — und sie sind alle vermeidbar.

1

Zu viel Datenvolumen buchen

Viele Nutzer buchen aus Angst vor Drosselung viel mehr Volumen als sie brauchen. Prüfe deinen tatsächlichen Verbrauch in den Smartphone-Einstellungen. Wer 5 GB braucht und 20 GB bucht, verschenkt jeden Monat 5-10 Euro.

2

Netzqualität nicht prüfen

Der günstigste Tarif nützt nichts, wenn das Netz am eigenen Standort schlecht ist. Prüfe vor Vertragsabschluss die Netzabdeckung bei allen drei Netzbetreibern. Frage auch Nachbarn und Kollegen nach ihren Erfahrungen.

3

Nie den Vertrag wechseln

Treue wird bei Mobilfunkanbietern nicht belohnt. Neukunden erhalten fast immer bessere Konditionen als Bestandskunden. Ein jährlicher Vergleich und gegebenenfalls Wechsel spart im Schnitt 100-200 Euro pro Jahr.

4

Vertrag mit teurem Smartphone

Bei Mittelklasse-Smartphones ist der separate Kauf fast immer günstiger. Rechne immer die Gesamtkosten über 24 Monate durch, bevor du dich für einen Vertrag mit Smartphone entscheidest.

5

Zusatzoptionen nicht prüfen

Viele Verträge enthalten kostenpflichtige Zusatzoptionen wie Handyversicherung, Cloud-Speicher oder Musik-Streaming. Prüfe bei Vertragsabschluss, ob du diese Optionen wirklich brauchst, und deaktiviere sie gegebenenfalls.

6

Datenautomatik aktiviert lassen

Manche Tarife buchen automatisch Datenvolumen nach, wenn das Inklusivvolumen aufgebraucht ist — zu hohen Kosten (oft 2-5 Euro pro 200 MB). Deaktiviere die Datenautomatik, wenn du Kostenkontrolle bevorzugst.

7

Rufnummermitnahme vergessen

Die Portierung ist kostenlos und dauert nur 1-2 Tage. Vergisst du sie beim Wechsel, musst du allen Kontakten deine neue Nummer mitteilen. Beantrage die Portierung direkt beim neuen Anbieter.

8

Kündigungsfrist verpassen

Notiere dir das Ende deiner Mindestlaufzeit und setze eine Erinnerung einen Monat vorher. So kannst du rechtzeitig vergleichen und wechseln, statt in einem überteuerten Tarif weiterzuzahlen.

Gut zu wissen

Der durchschnittliche Deutsche gibt 20-30 Euro pro Monat für Mobilfunk aus. Wer regelmäßig vergleicht und die oben genannten Fehler vermeidet, kann seine Kosten auf 10-15 Euro senken — bei gleichem oder besserem Service.

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Quellen: Bundesnetzagentur Jahresbericht Telekommunikation 2025, VATM/Dialog Consult TK-Marktanalyse, Stiftung Warentest Mobilfunk, Verivox Verbraucherpreisindex Mobilfunk, Connect Netztest.

FAQ — Häufig gestellte Fragen zu Handyvertrag

Der beste Handyvertrag hängt von deinem Nutzungsverhalten ab: Wie viel Datenvolumen brauchst du, welches Netz hat die beste Abdeckung an deinem Standort, und wie wichtig ist dir Flexibilität? Ein Vergleich hilft, den optimalen Tarif zu finden.
Für gelegentliches Surfen und Messaging reichen 3-5 GB. Wer regelmäßig Videos streamt oder mobilen Hotspot nutzt, braucht 10-20 GB. Vielnutzer und Familien sollten 20 GB oder mehr einplanen. Prüfe deinen aktuellen Verbrauch in den Smartphone-Einstellungen.
Das D-Netz umfasst Telekom (D1) und Vodafone (D2) und bietet in der Regel die beste Netzabdeckung, besonders auf dem Land. Das E-Netz (Telefónica/O2) ist günstiger, hat aber in ländlichen Gebieten teilweise Lücken. 1&1 baut ein eigenes Netz auf, nutzt aber aktuell noch Telefónica.
Ja, die Rufnummermitnahme (Portierung) ist seit 2021 kostenlos. Du beantragst sie einfach beim neuen Anbieter. Der kümmert sich um alles Weitere. Die Portierung dauert in der Regel 1-2 Werktage.
Seit Dezember 2021 gilt: Nach der Mindestlaufzeit (meist 24 Monate) kannst du jederzeit mit einem Monat Frist kündigen. Automatische Verlängerungen um 12 Monate sind nicht mehr zulässig. Dein Vertrag verlängert sich nur noch auf unbestimmte Zeit.
Oft nicht. Rechne den Gesamtpreis über 24 Monate und vergleiche ihn mit einem reinen SIM-only-Tarif plus Einzelkauf des Smartphones. In vielen Fällen ist der separate Kauf günstiger, besonders bei Mittelklasse-Geräten.
Ein solider Tarif mit 10-15 GB Datenvolumen, Allnet-Flat und SMS-Flat kostet je nach Netz zwischen 10 und 25 Euro pro Monat. Im D-Netz (Telekom, Vodafone) zahlst du einen Aufpreis gegenüber dem E-Netz (O2/Telefónica).
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