Gastarife Vergleich 2026
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Drei Dinge, auf die du beim Gasvergleich achten solltest.
Den Verbrauch findest du auf der letzten Jahresabrechnung deines Gasanbieters.
Ältere Heizanlagen verbrauchen mehr Gas. Ein modernes System spart langfristig mehr als ein Anbieterwechsel allein.
Achte auf Tarife mit Preisgarantie — so bist du vor kurzfristigen Preiserhöhungen geschützt.
Alles was du für eine fundierte Entscheidung wissen musst — verständlich erklärt.
Das solltest du wissen
Deutschland ist einer der größten Gasmärkte Europas. Rund 19 Millionen Haushalte heizen mit Erdgas — das entspricht knapp der Hälfte aller Wohnungen. Seit der Liberalisierung können Verbraucher ihren Gasanbieter frei wählen, doch viele sind noch im teuren Grundversorgungstarif.
Gut zu wissen
Etwa 25 % aller Gaskunden zahlen noch den Grundversorgungstarif. Ein Wechsel spart je nach Verbrauch 200 bis 600 Euro pro Jahr.
Der Gaspreis setzt sich ähnlich wie der Strompreis aus mehreren Komponenten zusammen: Beschaffung und Vertrieb machen den größten Anteil aus, gefolgt von Netzentgelten, der CO2-Abgabe, der Gasspeicherumlage und der Mehrwertsteuer.
Auswirkungen der Energiekrise:
Die russische Invasion in die Ukraine hat den deutschen Gasmarkt fundamental verändert. Deutschland bezog bis 2022 rund 55 % seines Erdgases aus Russland. Innerhalb von zwei Jahren wurde diese Abhängigkeit auf nahezu null reduziert. Die Ersatzlieferungen kommen nun aus Norwegen, den Niederlanden und über LNG-Terminals als Flüssiggas aus den USA, Katar und anderen Ländern.
Die Gaspreise haben sich nach dem Höchststand im Sommer 2022 wieder normalisiert, liegen aber weiterhin über dem Vorkrisenniveau. Für Verbraucher bedeutet das: Ein regelmäßiger Tarifvergleich lohnt sich mehr denn je.
| Preisbestandteil | Anteil am Gaspreis |
|---|---|
| Beschaffung & Vertrieb | ca. 45 % |
| Netzentgelte | ca. 25 % |
| CO2-Abgabe | ca. 8 % |
| Gasspeicherumlage | ca. 2 % |
| Mehrwertsteuer (19 %) | ca. 16 % |
| Konzessionsabgabe | ca. 4 % |
Der Wechsel des Gasanbieters funktioniert genauso unkompliziert wie beim Strom. Der neue Anbieter übernimmt alle Formalitäten — inklusive der Kündigung beim bisherigen Versorger.
Was du für den Wechsel brauchst:
Für den Gasvergleich benötigst du deine Postleitzahl und deinen jährlichen Gasverbrauch in Kilowattstunden. Den Verbrauch findest du auf deiner letzten Jahresabrechnung. Ein durchschnittlicher Haushalt mit Gasheizung verbraucht etwa 12.000 bis 18.000 kWh pro Jahr, je nach Wohnfläche und Gebäudezustand.
Wechselprozess:
Tarifvergleich durchführen, passenden Tarif auswählen und online abschließen. Der neue Anbieter kümmert sich um die Kündigung beim alten Versorger und die Anmeldung beim Netzbetreiber. Der gesamte Prozess dauert vier bis sechs Wochen. Die Gasversorgung ist während des Wechsels jederzeit gesichert.
Achtung
Auch bei Gas gilt das Sonderkündigungsrecht: Bei einer Preiserhöhung kannst du innerhalb von zwei Wochen nach Mitteilung fristlos kündigen und sofort wechseln.
Worauf du beim Tarif achten solltest:
Wähle einen Tarif mit Preisgarantie von mindestens 12 Monaten. Die Vertragslaufzeit sollte maximal 12 Monate betragen und die Kündigungsfrist nicht länger als 6 Wochen sein. Vermeide Tarife mit Vorauskasse oder Kautionszahlung. Ein Neukundenbonus ist ein netter Effekt im ersten Jahr, sollte aber nicht das Hauptkriterium sein — achte vor allem auf den Preis pro kWh im zweiten Vertragsjahr.
Die CO2-Abgabe auf fossile Brennstoffe ist ein zentrales Instrument der deutschen Klimapolitik. Sie verteuert Gas gezielt, um den Umstieg auf klimafreundliche Heizungen attraktiver zu machen.
Entwicklung der CO2-Abgabe:
Die CO2-Abgabe wurde 2021 eingeführt und steigt schrittweise an. Pro Tonne CO2 ergibt sich ein Aufschlag auf den Gaspreis, der direkt an die Verbraucher weitergegeben wird.
| Jahr | CO2-Preis pro Tonne | Aufschlag pro kWh Gas |
|---|---|---|
| 2021 | 25 € | 0,46 Cent |
| 2022 | 30 € | 0,55 Cent |
| 2023 | 30 € | 0,55 Cent |
| 2024 | 45 € | 0,82 Cent |
| 2025 | 55 € | 1,01 Cent |
| 2026 | 55–65 € (Korridor) | ca. 1,01–1,19 Cent |
Für einen durchschnittlichen Haushalt mit 15.000 kWh Gasverbrauch bedeutet die CO2-Abgabe 2025 Mehrkosten von rund 150 Euro pro Jahr im Vergleich zu einem Szenario ohne Abgabe.
Mieter und Vermieter:
Seit 2023 müssen Vermieter einen Teil der CO2-Kosten tragen. Die Aufteilung richtet sich nach der energetischen Qualität des Gebäudes: Je schlechter die Dämmung, desto höher der Vermieteranteil. Bei besonders ineffizienten Gebäuden trägt der Vermieter bis zu 95 % der CO2-Kosten. Bei gut sanierten Gebäuden zahlt der Mieter den Großteil selbst.
Gut zu wissen
Prüfe deine Nebenkostenabrechnung: Seit 2023 muss der Vermieter seinen CO2-Kostenanteil ausweisen. Falls er das nicht tut, darfst du deinen Anteil um 50 % kürzen.
Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) schreibt seit 2024 vor, dass neu eingebaute Heizungen zu mindestens 65 % mit erneuerbaren Energien betrieben werden müssen. Bestehende Gasheizungen dürfen weiter betrieben und auch repariert werden — ein sofortiger Austausch ist nicht vorgeschrieben.
Was bedeutet das GEG für Gasheizungsbesitzer?
Bestehende Gasheizungen dürfen bis zum Ende ihrer technischen Lebensdauer weiterbetrieben werden. Bei einer irreparablen Havarie gibt es Übergangsfristen von bis zu 5 Jahren für den Einbau einer neuen, GEG-konformen Heizung. Auch der Einbau einer neuen Gasheizung ist unter bestimmten Bedingungen noch möglich — allerdings nur in Kombination mit erneuerbaren Energien oder als Übergangslösung bis zum Anschluss an ein Wärmenetz.
Alternativen zur Gasheizung:
Die Wärmepumpe ist die meistgeförderte Alternative. Sie nutzt Umgebungswärme aus Luft, Erde oder Grundwasser und wandelt sie in Heizwärme um. Moderne Luft-Wasser-Wärmepumpen arbeiten auch bei niedrigen Außentemperaturen effizient und eignen sich für die meisten Bestandsgebäude — auch ohne Fußbodenheizung.
Weitere Alternativen sind Fernwärme (wo verfügbar), Holz- und Pelletheizungen sowie Hybridheizungen, die eine Wärmepumpe mit einer Gas-Brennwertheizung kombinieren.
Gasheizungsverbot ab 2024
Falsch — bestehende Heizungen dürfen weiterlaufen
Wärmepumpen funktionieren nicht in Altbauten
Moderne Geräte arbeiten auch mit Heizkörpern effizient
Gas wird komplett abgeschafft
Erdgas wird es weiterhin geben, die CO2-Kosten steigen aber kontinuierlich
Wasserstoff wird Gas ersetzen
H2-Beimischung ist begrenzt, eine komplette Umstellung für Privathaushalte nicht absehbar
Unabhängig vom Tarifwechsel lässt sich der Gasverbrauch durch einfache Maßnahmen deutlich reduzieren. Die meisten Tipps kosten wenig oder nichts und wirken sofort.
Heizverhalten optimieren:
Die Raumtemperatur ist der größte Hebel. Jedes Grad weniger spart rund 6 % Heizenergie. Die empfohlene Temperatur liegt bei 20 bis 21 Grad im Wohnzimmer, 18 Grad im Schlafzimmer und 17 Grad in wenig genutzten Räumen.
Richtig lüften:
Stoßlüften statt Dauerkippen: Fenster für 5 bis 10 Minuten komplett öffnen, dabei die Heizung herunterdrehen. Gekippte Fenster kühlen die Wände aus und verschwenden Energie, ohne die Luft richtig auszutauschen.
| Maßnahme | Einsparpotenzial | Kosten |
|---|---|---|
| Temperatur um 1°C senken | ca. 6 % | Kostenlos |
| Stoßlüften statt Kipplüften | ca. 5–10 % | Kostenlos |
| Thermostatventile installieren | ca. 10–15 % | 15–30 € pro Ventil |
| Heizungsrohre dämmen | ca. 5–8 % | 5–10 € pro Meter |
| Hydraulischer Abgleich | ca. 10–15 % | 500–1.000 € |
| Dach/Kellerdecke dämmen | ca. 15–20 % | 2.000–5.000 € |
| Fensterdichtungen erneuern | ca. 5 % | 3–5 € pro Fenster |
Heizungsoptimierung:
Ein hydraulischer Abgleich kostet zwischen 500 und 1.000 Euro und spart 10 bis 15 % Heizenergie. Dabei werden alle Heizkörper so eingestellt, dass sie gleichmäßig warm werden — kein Heizkörper bekommt zu viel und keiner zu wenig Wärme. Die Maßnahme wird über die BAFA mit 15 % der Kosten bezuschusst.
Programmierbare Thermostatventile kosten nur 15 bis 30 Euro pro Heizkörper und senken den Verbrauch um 10 bis 15 %, indem sie die Temperatur automatisch nach einem Zeitplan regeln — nachts und bei Abwesenheit wird abgesenkt.
Biogas ist Gas, das aus der Vergärung organischer Materialien gewonnen wird — etwa aus Energiepflanzen, Gülle oder Bioabfällen. Es gilt als klimafreundlicher als Erdgas, weil die beim Verbrennen freigesetzte Menge an CO2 zuvor von den Pflanzen aus der Atmosphäre aufgenommen wurde.
Biogastarife:
Viele Gasanbieter bieten Tarife mit einem Biogasanteil an — typischerweise 5, 10 oder 100 Prozent. Die Preise für reine Biogastarife liegen etwa 1 bis 3 Cent pro kWh über dem Erdgaspreis. Für einen durchschnittlichen Haushalt bedeutet das Mehrkosten von 150 bis 450 Euro pro Jahr.
Ist Biogas wirklich klimafreundlich?
Die Klimabilanz von Biogas hängt stark von der Herkunft ab. Biogas aus Reststoffen (Gülle, Bioabfälle) hat eine deutlich bessere Bilanz als Biogas aus eigens angebauten Energiepflanzen wie Mais. Achte auf Zertifikate wie das Grünes Gas Label oder die Naturland-Zertifizierung.
Wasserstoffbeimischung:
Die Gasnetzbranche diskutiert die Beimischung von grünem Wasserstoff zum Erdgas. Aktuell ist eine Beimischung von bis zu 20 Volumenprozent technisch möglich, ohne dass Gasgeräte angepasst werden müssen. In der Praxis liegt die Beimischung bisher jedoch bei unter 1 %. Eine vollständige Umstellung des Gasnetzes auf Wasserstoff für Privathaushalte ist derzeit nicht absehbar.
Achtung
Vorsicht bei der Werbung mit Klimaneutralität: Einige Anbieter bewerben ihre Gastarife als "klimaneutral", weil sie CO2-Zertifikate kaufen. Diese Kompensation ist umstritten und seit 2024 ist die Bezeichnung "klimaneutral" in der Werbung rechtlich eingeschränkt. Achte lieber auf echte Biogasanteile als auf Kompensationszertifikate.
Bereit für den nächsten Schritt?
Wer ein Haus baut oder einen bestehenden Gasanschluss ändern möchte, hat es mit dem örtlichen Netzbetreiber zu tun. Die Kosten und Abläufe sind klar geregelt.
Neuer Gasanschluss:
Die Kosten für einen neuen Gasanschluss liegen typischerweise zwischen 1.500 und 3.000 Euro, abhängig von der Entfernung zur nächsten Gasleitung. Der Antrag wird beim örtlichen Netzbetreiber gestellt. Die Bearbeitungszeit beträgt in der Regel vier bis acht Wochen.
Gaszähler:
Jeder Gasanschluss hat einen Zähler, der den Verbrauch in Kubikmetern misst. Die Umrechnung in Kilowattstunden erfolgt über den Brennwert und die Zustandszahl — beides steht auf der Gasrechnung. Ein Kubikmeter Erdgas entspricht je nach Qualität etwa 10 bis 11 kWh.
Gasanschluss stilllegen:
Wer auf eine Wärmepumpe oder eine andere Heizung umsteigt, kann den Gasanschluss stilllegen lassen. Die Kosten dafür liegen bei 200 bis 500 Euro. Eine Stilllegung ist sinnvoll, weil auch für einen ungenutzten Gasanschluss ein Grundpreis anfällt.
Gut zu wissen
Tipp: Wer seine Gasheizung durch eine Wärmepumpe ersetzt, sollte den Gasanschluss direkt stilllegen lassen. So sparst du den jährlichen Grundpreis von 100 bis 150 Euro — und vermeidest Verwechslungen bei der Nebenkostenabrechnung.
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Quellen: Bundesnetzagentur Monitoringbericht Energie 2025, Verivox Verbraucherpreisindex Gas, Statistisches Bundesamt Energiepreise für Haushalte, BDEW Gasmarkt Deutschland.
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