Die besten Geschäftskonten für Selbstständige, Freelancer und KMU im Test
| IBAN | DE-IBAN | DE-IBAN | DE-IBAN |
| Kontogebühr | 9€/Mo (Solo) | Kostenlos | Kostenlos |
| Debitkarte | Visa Debit physisch + virtuell | Visa Debit bis 3% Cashback | Mastercard Debit |
| Team-Karten | Unbegrenzt mit Team-Budgets | Team-Karten mit Budgets | – |
| DATEV | Ja | Ja | Nein |
| Rechnungen | Rechnungen + Mahnwesen | Rechnungen erstellen | Nein |
| Bargeld | Nein | Nein | CASH26 |
| Zielgruppe | KMU, GmbH, UG, Freelancer, Startups | Freelancer, KMU, Startups | Freelancer, Selbstständige |
| Regulierung | FR-Banklizenz (Paris/Berlin) | Solaris (Amsterdam) | BaFin (Berlin) |
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Drei Dinge, auf die du beim Vergleich von Geschäftskonten achten solltest.
Die beste Geschäftsbank ist die, die nahtlos mit deiner Buchhaltungssoftware zusammenarbeitet — DATEV, lexoffice, sevDesk oder andere.
Steuerrücklagen, Investitionen, laufende Kosten — mit Unterkonten behältst du den Überblick und vermeidest böse Überraschungen.
Dein Geschäftskonto sollte mitwachsen. Prüfe, ob der Anbieter Multi-User, Firmenkarten und API-Zugang bietet.
Alles was du für eine fundierte Entscheidung wissen musst — verständlich erklärt.
Viele Gründer und Selbstständige fragen sich: Brauche ich wirklich ein separates Geschäftskonto? Die kurze Antwort: In den meisten Fällen ja — und zwar aus mehreren Gründen.
Rechtliche Pflicht für Kapitalgesellschaften: Wer eine GmbH, UG (haftungsbeschränkt) oder AG gründet, benötigt bereits bei der Gründung ein Geschäftskonto. Ohne Konto kann das Stammkapital nicht eingezahlt und die Gesellschaft nicht ins Handelsregister eingetragen werden.
Buchführungspflicht nach HGB §238: Kaufleute im Sinne des HGB sind zur ordnungsgemäßen Buchführung verpflichtet. Ein separates Geschäftskonto erleichtert die Trennung von privaten und geschäftlichen Transaktionen erheblich — und reduziert den Aufwand bei der Steuererklärung.
Gut zu wissen
Einzelunternehmer und Freiberufler sind rechtlich nicht verpflichtet, ein separates Geschäftskonto zu führen. In der Praxis ist die Trennung von privaten und geschäftlichen Finanzen aber dringend zu empfehlen — spätestens bei einer Betriebsprüfung wird das Finanzamt genau hinschauen.
Praktische Vorteile: - Klare Übersicht über geschäftliche Ein- und Ausgaben - Einfachere Zusammenarbeit mit dem Steuerberater - Professioneller Auftritt gegenüber Kunden und Geschäftspartnern - Automatisierte Buchhaltung durch Bankanbindung - Separate Karten und Zugänge für Mitarbeiter
Achtung
Viele Privatkonten verbieten in ihren AGB die geschäftliche Nutzung. Wer sein Privatkonto trotzdem geschäftlich nutzt, riskiert eine Kündigung durch die Bank.
Je nach Rechtsform unterscheiden sich die Anforderungen an ein Geschäftskonto erheblich. Was für einen Freelancer ausreicht, genügt einer GmbH mit zehn Mitarbeitern nicht.
| Kriterium | Einzelunternehmer / Freiberufler | GmbH / UG |
|---|---|---|
| Kontopflicht | Nicht gesetzlich vorgeschrieben | Pflicht (Stammkapitaleinzahlung) |
| Buchführung | EÜR (Einnahmenüberschussrechnung) | Doppelte Buchführung (Bilanz) |
| Typische Buchungen/Monat | 10–80 | 50–500+ |
| Karten für Mitarbeiter | Selten nötig | Oft mehrere Karten erforderlich |
| DATEV-Anbindung | Hilfreich, nicht zwingend | In der Regel unverzichtbar |
| Unterkonten | Selten nötig | Für Abteilungen oder Projekte sinnvoll |
| Mindesteinlage bei Eröffnung | Keine | 12.500€ (GmbH) bzw. 1€ (UG) |
Einzelunternehmer und Freiberufler kommen oft mit einem günstigen Basiskonto aus. Entscheidend sind niedrige Grundgebühren, eine DATEV-kompatible Schnittstelle und eine gute Banking-App.
GmbH und UG benötigen in der Regel ein leistungsfähigeres Konto mit mehreren Zugängen, Unterkonten, physischen und virtuellen Karten sowie einer vollständigen DATEV-Integration für den Steuerberater.
Gut zu wissen
Einige Neobanken bieten spezielle Gründerpakete an, die eine schnelle Kontoeröffnung noch vor der Handelsregistereintragung ermöglichen — inklusive Nachweis der Stammkapitaleinzahlung für den Notar.
Die Kostenstruktur von Geschäftskonten ist deutlich komplexer als bei Privatkonten. Neben der monatlichen Grundgebühr fallen je nach Nutzung weitere Kosten an.
Typische Kostenpositionen:
| Kostenposition | Günstige Neobank (ca.) | Klassische Filialbank (ca.) | Direktbank (ca.) |
|---|---|---|---|
| Grundgebühr/Monat | 0–15€ | 15–50€ | 5–20€ |
| Buchung (SEPA) | 0–0,15€ | 0,10–0,35€ | 0–0,20€ |
| SEPA-Lastschrift einziehen | 0,10–0,25€ | 0,15–0,40€ | 0,10–0,30€ |
| Debitkarte (physisch) | 0€ (1 inkl.) | 0€ (1 inkl.) | 0€ (1 inkl.) |
| Zusätzliche Karten | 3–5€/Karte/Monat | 5–10€/Karte/Monat | 3–8€/Karte/Monat |
| Bargeld einzahlen | Oft nicht möglich | Teils kostenlos | Teils eingeschränkt |
| Bargeld abheben | 0–2€ pro Abhebung | Teils kostenlos am eigenen Automaten | 0–5 Abhebungen/Monat frei |
| Auslandsüberweisung (SEPA-Raum) | 0€ | 0–5€ | 0–5€ |
| Auslandsüberweisung (Nicht-SEPA) | 5–15€ | 15–50€ | 10–30€ |
Achtung
Achte auf versteckte Kosten. Manche Anbieter werben mit 0€ Grundgebühr, verlangen aber hohe Gebühren pro Buchung. Bei 200 Buchungen pro Monat à 0,15€ sind das bereits 30€ — mehr als manches Premium-Konto mit Buchungspauschale.
So berechnest du die tatsächlichen Kosten: 1. Schätze deine durchschnittliche Anzahl an Buchungen pro Monat 2. Kalkuliere den Bedarf an zusätzlichen Karten (Mitarbeiter, Abteilungen) 3. Berücksichtige Bargeldbedarf (Einzahlung und Abhebung) 4. Prüfe Kosten für Auslandsüberweisungen falls relevant 5. Addiere alle Positionen zur monatlichen Gesamtbelastung
Gut zu wissen
Rechenbeispiel: Ein Einzelunternehmer mit 50 Buchungen/Monat, einer Karte und keinem Bargeldbedarf zahlt bei einer günstigen Neobank ca. 0–10€/Monat. Dasselbe Profil kostet bei einer Filialbank oft 25–40€/Monat.
Ein modernes Geschäftskonto ist mehr als ein Zahlungskonto — es ist die Schaltstelle zwischen Banking und Buchhaltung. Die richtigen Integrationen sparen Stunden an manueller Arbeit.
DATEV-Anbindung: DATEV ist der Standard in der deutschen Steuerberatung. Rund 80% aller Steuerberater arbeiten mit DATEV. Ein Geschäftskonto mit DATEV-Schnittstelle ermöglicht den automatischen Kontoumsatz-Export — dein Steuerberater kann die Daten direkt verarbeiten, ohne manuelle Eingabe.
Buchhaltungssoftware-Integrationen: Die meisten Geschäftskonten bieten Schnittstellen zu gängiger Buchhaltungssoftware: - lexoffice — besonders beliebt bei Freelancern und Kleinunternehmern - sevDesk — umfangreiche Funktionen für KMU - DATEV Unternehmen online — Standard für Steuerberater-Zusammenarbeit - Debitoor / SumUp Invoices — einfache Rechnungsstellung - FastBill — Buchhaltung und Dokumentenmanagement
| Anbieter | DATEV | lexoffice | sevDesk | API-Zugang |
|---|---|---|---|---|
| Kontist | Ja | Ja | Ja | Ja |
| Qonto | Ja | Ja | Ja | Ja |
| Finom | Ja | Ja | Ja | Ja |
| Fyrst (Deutsche Bank) | Ja | Ja | Nein | Nein |
| Commerzbank Geschäftskonto | Ja | Nein | Nein | Eingeschränkt |
| Sparkasse Geschäftskonto | Ja | Nein | Nein | Eingeschränkt |
Gut zu wissen
Wenn du die Buchhaltung selbst machst, achte auf eine direkte Integration zwischen Konto und Buchhaltungssoftware. Das spart monatlich mehrere Stunden und reduziert Fehler bei der Zuordnung von Belegen.
Offene Banking-API (PSD2): Seit der PSD2-Richtlinie müssen Banken Drittanbietern Zugang zu Kontodaten ermöglichen. Manche Geschäftskonten gehen darüber hinaus und bieten eigene APIs, über die sich individuelle Automatisierungen aufbauen lassen — etwa für automatische Rechnungszuordnung oder Cashflow-Reports.
Beim Geschäftskonto geht es nicht nur um Gebühren und Features — die Sicherheit deiner Einlagen ist mindestens genauso wichtig. Gerade für Unternehmen mit hohen Kontosalden ein entscheidender Faktor.
Gesetzliche Einlagensicherung: Innerhalb der EU sind Einlagen bis 100.000€ pro Kunde und Bank gesetzlich geschützt. Das gilt auch für Geschäftskonten — allerdings pro Unternehmen, nicht pro Konto.
Achtung
Die 100.000€-Grenze gilt pro Bank, nicht pro Konto. Wer bei einer Bank ein Geschäftskonto und ein Tagesgeldkonto hat, ist insgesamt nur bis 100.000€ geschützt. Bei höheren Salden solltest du auf mehrere Banken verteilen.
Freiwillige Einlagensicherung: Viele deutsche Banken sind zusätzlich Mitglied im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken (BdB) oder in vergleichbaren Sicherungssystemen der Sparkassen und Genossenschaftsbanken. Hier sind Einlagen oft deutlich höher abgesichert.
Vollbank vs. E-Geld-Institut vs. Zahlungsinstitut:
| Merkmal | Vollbank (BaFin-Lizenz) | E-Geld-Institut | Zahlungsinstitut |
|---|---|---|---|
| Einlagensicherung | Ja (100.000€ gesetzlich) | Nein (Guthaben auf Treuhandkonto) | Nein |
| BaFin-Aufsicht | Ja | Ja | Ja |
| Kreditvergabe | Ja | Nein | Nein |
| Beispiele | Deutsche Bank, Commerzbank, N26 | Qonto, Revolut Business | SumUp, einige FinTechs |
Gut zu wissen
Viele Neobanken und FinTechs operieren als E-Geld-Institut, nicht als Vollbank. Dein Guthaben liegt dann auf einem Treuhandkonto bei einer Partnerbank. Im Insolvenzfall des E-Geld-Instituts ist dein Geld zwar geschützt (Sondervermögen), aber der Zugriff kann verzögert sein. Prüfe vorab, welche Lizenz dein Anbieter hat.
So prüfst du die Lizenzierung: Die BaFin führt eine öffentliche Unternehmensdatenbank, in der du den Lizenzstatus jedes Finanzdienstleisters nachschlagen kannst. Alternativ findest du die Angaben im Impressum oder in den AGB des Anbieters.
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Unterkonten (auch Sub-Accounts oder Spaces genannt) sind eines der nützlichsten Features moderner Geschäftskonten. Sie ermöglichen es, Geld innerhalb eines Kontos getrennt zu verwalten — ohne mehrere Bankverbindungen eröffnen zu müssen.
Typische Einsatzzwecke: - Steuerrücklage: Umsatzsteuer und Einkommensteuer separat parken - Projektbudgets: Einnahmen und Ausgaben pro Projekt getrennt tracken - Mitarbeiterkarten-Budgets: Ausgabenlimits pro Mitarbeiter oder Abteilung - Rücklagen: Notfallreserve, Investitionsbudget, Urlaubsgeld - Lohnkonto: Gehälter separat vorhalten
Gut zu wissen
Viele Steuerberater empfehlen, 30–42% der Nettoeinnahmen automatisch auf ein Unterkonto für Steuern zu überweisen. So vermeidest du böse Überraschungen bei der Steuernachzahlung.
Anbieter im Vergleich:
| Anbieter | Unterkonten inkl. | Zusätzliche Unterkonten | Eigene IBAN pro Unterkonto |
|---|---|---|---|
| Qonto | 5 (je nach Tarif) | Ab 2€/Monat | Ja |
| Finom | 2–10 (je nach Tarif) | Im Tarif enthalten | Ja |
| N26 Business | Bis zu 10 Spaces | Im Tarif enthalten | Nein |
| Kontist | Automatische Steuerrücklage | — | Nein |
| Fyrst | Nicht verfügbar | — | — |
| Commerzbank | Nicht standardmäßig | Separates Konto nötig | Ja (eigenes Konto) |
Budgetplanung mit Unterkonten: Eine bewährte Methode für Selbstständige ist die Aufteilung nach dem Profit-First-Prinzip: 1. Umsatzkonto — hier gehen alle Einnahmen ein 2. Steuerrücklage — automatisch 30–42% der Einnahmen 3. Betriebskosten — laufende Fixkosten (Miete, Software, Versicherungen) 4. Inhabergehalt — dein persönliches Gehalt 5. Gewinnrücklage — mindestens 5% für Rücklagen und Investitionen
Der Zahlungsverkehr ist das Kernstück jedes Geschäftskontos. Je nach Geschäftsmodell unterscheiden sich die Anforderungen deutlich — ein lokaler Handwerker hat andere Bedürfnisse als ein E-Commerce-Unternehmen mit internationalen Lieferanten.
SEPA-Überweisungen und Lastschriften: Im SEPA-Raum (36 Länder, darunter alle EU-Staaten) sind Überweisungen und Lastschriften standardisiert. Die meisten Geschäftskonten bieten unbegrenzte SEPA-Überweisungen — entweder inklusive oder für 0,10–0,35€ pro Buchung.
SEPA-Lastschrifteinzug: Wenn du regelmäßig Zahlungen von Kunden einziehst (z.B. Abonnements, Mitgliedsbeiträge), brauchst du die Möglichkeit, SEPA-Lastschriften einzuziehen. Nicht jedes Geschäftskonto bietet das — prüfe diese Funktion vorab.
Echtzeitüberweisungen (Instant Payment): Seit der EU-Verordnung zur Instant-Payment-Pflicht müssen Banken im SEPA-Raum Echtzeitüberweisungen unterstützen. Geld kommt innerhalb von 10 Sekunden an — rund um die Uhr, auch an Wochenenden und Feiertagen.
| Zahlungsart | Dauer | Kosten (typisch) | Verfügbarkeit |
|---|---|---|---|
| SEPA-Überweisung | 1 Bankarbeitstag | 0–0,35€ | Mo–Fr |
| SEPA-Echtzeitüberweisung | Unter 10 Sekunden | 0–0,50€ | 24/7/365 |
| SEPA-Lastschrift (Einzug) | 2–5 Bankarbeitstage | 0,10–0,40€ | Mo–Fr |
| Auslandsüberweisung (SWIFT) | 2–5 Bankarbeitstage | 10–50€ | Mo–Fr |
| Wise / TransferWise | 1–2 Bankarbeitstage | 0,5–1,5% des Betrags | 24/7 |
Auslandszahlungen: Für Zahlungen außerhalb des SEPA-Raums (z.B. USA, Asien) fallen oft hohe Gebühren und ungünstige Wechselkurse an. Alternativen: - Wise Business — günstige Wechselkurse, Multiwährungskonten - Revolut Business — Multiwährungskonten mit Echtzeit-Wechselkursen - Neobanken mit integrierter Fremdwährungsfunktion
Achtung
Bei Filialbanken liegen die Kosten für Auslandsüberweisungen oft bei 15–50€ pro Transaktion plus einem Wechselkursaufschlag von 1–3%. Bei regelmäßigen internationalen Zahlungen lohnt sich ein separates Multiwährungskonto oder ein spezialisierter Anbieter.
Freiberufler — also Ärzte, Anwälte, Architekten, Journalisten, Designer, Berater und andere Katalogberufe nach §18 EStG — haben besondere Anforderungen an ihr Geschäftskonto.
Rechtlicher Rahmen: Freiberufler sind keine Kaufleute im Sinne des HGB und daher nicht zur doppelten Buchführung verpflichtet. Eine einfache Einnahmenüberschussrechnung (EÜR) genügt. Ein separates Geschäftskonto ist rechtlich nicht vorgeschrieben — in der Praxis aber fast immer sinnvoll.
Was Freiberufler wirklich brauchen: - Niedrige Grundgebühr (viele haben wenige Buchungen) - Gute App mit Belegfoto-Funktion - Integration mit Buchhaltungssoftware (lexoffice, sevDesk) - DATEV-Export für den Steuerberater - Optional: Rechnungsstellung direkt aus dem Konto
Was Freiberufler meist nicht brauchen: - Mehrere Mitarbeiterkarten - Unterkonten in großer Zahl - SEPA-Lastschrifteinzug - Bargeldein- und -auszahlung in großem Umfang
| Empfehlung für Freiberufler | Anbieter | Grundgebühr | Besonderheiten |
|---|---|---|---|
| Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis | Kontist Free | 0€ | Automatische Steuerrücklage, EÜR-optimiert |
| Beste Buchhaltungsintegration | Finom Solo | 0€ | lexoffice & sevDesk integriert |
| Beste klassische Bank | Fyrst Base | 0€ | Deutsche-Bank-Infrastruktur, DATEV |
| Bestes Gesamtpaket | Qonto Basic | 9€/Monat | Umfangreiche Features, guter Support |
Gut zu wissen
Tipp für Freiberufler: Achte besonders auf die Möglichkeit, Belege direkt in der App zu fotografieren und Transaktionen zuzuordnen. Das spart erheblich Zeit bei der Steuererklärung und macht die Zusammenarbeit mit dem Steuerberater effizienter.
Besonderheit: Freiberufler mit Kleinunternehmerregelung (§19 UStG): Wer die Kleinunternehmerregelung nutzt und keine Umsatzsteuer ausweist, braucht keine separate Steuerrücklage für die Umsatzsteuer. Die automatische Steuerrücklagen-Funktion einiger Anbieter (z.B. Kontist) lässt sich entsprechend anpassen.
Privatkonto geschäftlich nutzen
Viele Selbstständige nutzen anfangs ihr Privatkonto für geschäftliche Transaktionen. Das führt zu Problemen bei der Buchführung, erschwert die Zusammenarbeit mit dem Steuerberater und verstößt bei vielen Banken gegen die AGB. Spätestens bei einer Betriebsprüfung wird es unangenehm.
Nur auf die Grundgebühr achten
Ein Konto mit 0€ Grundgebühr klingt verlockend — doch die Kosten pro Buchung, für Karten und Zusatzfunktionen summieren sich schnell. Berechne immer die monatlichen Gesamtkosten basierend auf deiner tatsächlichen Nutzung.
DATEV-Anbindung ignorieren
Wer mit einem Steuerberater arbeitet, braucht eine DATEV-kompatible Schnittstelle. Ohne diese muss der Steuerberater alle Buchungen manuell erfassen — das kostet Zeit und Geld. Die fehlende DATEV-Anbindung kann die vermeintliche Ersparnis beim Konto schnell auffressen.
Keine Steuerrücklage bilden
Viele Gründer geben Einnahmen direkt aus und stehen bei der Steuervorauszahlung vor Liquiditätsproblemen. Richte ein Unterkonto als Steuerrücklage ein und überweise automatisch 30–42% der Nettoeinnahmen dorthin.
Anbieter nicht auf Lizenzierung prüfen
Nicht jeder Kontoanbieter ist eine Vollbank mit Einlagensicherung. Prüfe vor der Kontoeröffnung, ob es sich um eine Vollbank, ein E-Geld-Institut oder ein Zahlungsinstitut handelt — das macht bei der Sicherheit deiner Einlagen einen großen Unterschied.
Du kennst die Kriterien — finde das passende Konto.
Die Wahl des richtigen Geschäftskontos hängt von deiner Rechtsform, deinem Geschäftsmodell und deinen individuellen Anforderungen ab. Mit diesem strukturierten Vorgehen findest du das beste Konto:
Schritt 1: Rechtsform und Pflichten klären Bist du Einzelunternehmer, Freiberufler oder führst du eine GmbH/UG? Davon hängt ab, welche Funktionen du zwingend brauchst und welches Konto infrage kommt.
Schritt 2: Buchungsvolumen schätzen Wie viele Transaktionen hast du pro Monat? Bei wenigen Buchungen reicht oft ein günstiges Basiskonto. Ab 100+ Buchungen lohnt sich ein Tarif mit Buchungspauschale.
Schritt 3: Buchhaltung und Steuerberater berücksichtigen Nutzt du eine Buchhaltungssoftware? Arbeitet dein Steuerberater mit DATEV? Dann ist eine direkte Schnittstelle zwischen Konto und Software ein Muss — und spart jeden Monat Stunden.
Schritt 4: Zusatzfunktionen bewerten Brauchst du Unterkonten, Mitarbeiterkarten, Lastschrifteinzug oder Multiwährungskonten? Liste deine Anforderungen auf und vergleiche gezielt.
Schritt 5: Gesamtkosten berechnen Stelle alle Kostenpositionen zusammen: Grundgebühr + Buchungskosten + Karten + Bargeld + Sonderleistungen. Vergleiche die monatlichen Gesamtkosten, nicht nur die Grundgebühr.
Schritt 6: Einlagensicherung und Lizenz prüfen Stelle sicher, dass dein Anbieter über die passende Lizenz verfügt und deine Einlagen ausreichend geschützt sind — besonders bei höheren Kontosalden.
Gut zu wissen
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Quellen: IHK Ratgeber Geschäftskonto, BaFin, HGB §238.
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Mehr lesenFür GmbH, UG und andere Kapitalgesellschaften ist ein Geschäftskonto Pflicht. Für Freelancer und Einzelunternehmer ist es zwar nicht gesetzlich vorgeschrieben, aber dringend empfohlen: Die Trennung von privaten und geschäftlichen Finanzen erleichtert die Buchhaltung und wird vom Finanzamt erwartet.
Ein separates Geschäftskonto ermöglicht eine saubere Trennung von privaten und geschäftlichen Transaktionen. Das vereinfacht die Steuererklärung, reduziert Fehler und spart deinem Steuerberater Zeit – was sich direkt in niedrigeren Beratungskosten niederschlägt.
Mit einer DATEV-Anbindung werden deine Buchungen automatisch an deinen Steuerberater übertragen. Das spart manuelles Eintippen, reduziert Fehler und beschleunigt den Monats- und Jahresabschluss erheblich. Besonders für GmbH/UG mit Bilanzierungspflicht ist DATEV fast unverzichtbar.
Freelancer und Selbstständige kommen oft mit einem kostenlosen Konto (N26 Business, Finom Free, Kontist Free) aus. GmbH/UG brauchen ein Konto mit Firmennamen und profitieren von DATEV und Team-Features – hier sind Qonto oder Finom die beste Wahl. Startups mit internationalem Fokus sollten Revolut Business prüfen.
Die meisten Anbieter bieten einen Kontowechselservice an: Daueraufträge und Lastschriften werden automatisch umgezogen. Informiere dein Finanzamt, Steuerberater und Geschäftspartner über die neue Bankverbindung. Halte das alte Konto noch 2–3 Monate parallel offen, um Zahlungsausfälle zu vermeiden.
SmartFinanz.de ist ein unabhängiger Vermittler. Wir erbringen keine Finanz- oder Versicherungsberatung im Sinne des § 34d GewO. Alle Angaben ohne Gewähr.
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