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Depot und Steuern: Freistellungsauftrag richtig nutzen

SmartFinanz Redaktion·6 Min. Lesezeit

Viele Anleger verschenken jedes Jahr Geld, weil sie keinen Freistellungsauftrag eingerichtet haben — oder ihn falsch verteilt haben. Dabei ist es einfach: Mit dem richtigen Setup sparst du als Einzelperson bis zu 263 Euro Steuern pro Jahr, als Ehepaar bis zu 527 Euro.

Sparerpauschbetrag: 1.000 Euro steuerfrei

Kapitalerträge (Zinsen, Dividenden, Kursgewinne) sind bis zum Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro pro Person (2.000 Euro für Verheiratete) steuerfrei. Erst darüber greift die Abgeltungssteuer von 26,375 % (inklusive Soli). Um diesen Freibetrag zu nutzen, musst du einen Freistellungsauftrag bei deiner Bank/deinem Broker einrichten. Ohne Freistellungsauftrag zieht die Bank automatisch Steuern ab — auch auf die ersten 1.000 Euro. Um das zu vermeiden, lohnt sich ein Blick in unseren Depot & ETF Vergleich, wo du die besten Konditionen findest.

Freistellungsauftrag richtig verteilen

Wenn du bei mehreren Banken Konten oder Depots hast, musst du den Freistellungsauftrag aufteilen. Die Summe aller Freistellungsaufträge darf 1.000 Euro nicht überschreiten. Beispiel: 801 Euro beim Broker (für ETF-Erträge) und 199 Euro bei der Tagesgeld-Bank (für Zinsen).

Tipp: Konzentriere den Freistellungsauftrag dort, wo die meisten Erträge anfallen. Bei den meisten Anlegern ist das der Broker (ETF-Dividenden und Vorabpauschale). Um einen Überblick über deine gesamten Einnahmen und Ausgaben zu bekommen, hilft dir unser Kassensturz.

Vorabpauschale verstehen

Seit 2018 werden thesaurierende ETFs jedes Jahr im Januar mit der Vorabpauschale besteuert — eine Art Vorwegbesteuerung auf fiktive Erträge. Die Höhe hängt vom Basiszins (wird jährlich festgelegt) und dem Kursgewinn des ETFs ab. Dein Broker berechnet das automatisch und bucht die Steuer vom Verrechnungskonto ab. Stelle sicher, dass dort genug Guthaben liegt.

Verlustverrechnung: Verluste senken die Steuerlast

Hast du Aktien mit Verlust verkauft, werden diese Verluste automatisch mit Gewinnen verrechnet. Aktien-Verluste nur mit Aktien-Gewinnen, ETF-Verluste mit allen Kapitalerträgen. Nicht verrechnete Verluste werden ins nächste Jahr vorgetragen.

Fazit: 5 Minuten Setup, jedes Jahr Geld sparen

Freistellungsauftrag einrichten dauert 5 Minuten im Online-Banking. Mach es jetzt — jedes Jahr ohne kostet dich bis zu 263 Euro. Falls du wissen möchtest, wie sich Kapitalerträge auf dein Nettogehalt auswirken, wirf einen Blick in unseren Brutto-Netto-Rechner.

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