Depot und Steuern: Freistellungsauftrag richtig nutzen
Viele Anleger verschenken jedes Jahr Geld, weil sie keinen Freistellungsauftrag eingerichtet haben — oder ihn falsch verteilt haben. Dabei ist es einfach: Mit dem richtigen Setup sparst du als Einzelperson bis zu 263 Euro Steuern pro Jahr, als Ehepaar bis zu 527 Euro.
Sparerpauschbetrag: 1.000 Euro steuerfrei
Kapitalerträge (Zinsen, Dividenden, Kursgewinne) sind bis zum Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro pro Person (2.000 Euro für Verheiratete) steuerfrei. Erst darüber greift die Abgeltungssteuer von 26,375 % (inklusive Soli). Um diesen Freibetrag zu nutzen, musst du einen Freistellungsauftrag bei deiner Bank/deinem Broker einrichten. Ohne Freistellungsauftrag zieht die Bank automatisch Steuern ab — auch auf die ersten 1.000 Euro.
Freistellungsauftrag richtig verteilen
Wenn du bei mehreren Banken Konten oder Depots hast, musst du den Freistellungsauftrag aufteilen. Die Summe aller Freistellungsaufträge darf 1.000 Euro nicht überschreiten. Beispiel: 801 Euro beim Broker (für ETF-Erträge) und 199 Euro bei der Tagesgeld-Bank (für Zinsen).
Tipp: Konzentriere den Freistellungsauftrag dort, wo die meisten Erträge anfallen. Bei den meisten Anlegern ist das der Broker (ETF-Dividenden und Vorabpauschale).
Vorabpauschale verstehen
Seit 2018 werden thesaurierende ETFs jedes Jahr im Januar mit der Vorabpauschale besteuert — eine Art Vorwegbesteuerung auf fiktive Erträge. Die Höhe hängt vom Basiszins (wird jährlich festgelegt) und dem Kursgewinn des ETFs ab. Dein Broker berechnet das automatisch und bucht die Steuer vom Verrechnungskonto ab. Stelle sicher, dass dort genug Guthaben liegt.
Verlustverrechnung: Verluste senken die Steuerlast
Hast du Aktien mit Verlust verkauft, werden diese Verluste automatisch mit Gewinnen verrechnet. Aktien-Verluste nur mit Aktien-Gewinnen, ETF-Verluste mit allen Kapitalerträgen. Nicht verrechnete Verluste werden ins nächste Jahr vorgetragen.
Fazit: 5 Minuten Setup, jedes Jahr Geld sparen
Freistellungsauftrag einrichten dauert 5 Minuten im Online-Banking. Mach es jetzt — jedes Jahr ohne kostet dich bis zu 263 Euro.
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