Tagesgeld

Notgroschen: Wie viel Geld sollte auf dem Tagesgeld liegen?

SmartFinanz Redaktion·5 Min. Lesezeit
Notgroschen: Wie viel Geld sollte auf dem Tagesgeld liegen?

Waschmaschine kaputt, Auto braucht eine Reparatur, plötzliche Arbeitslosigkeit — finanzielle Notfälle kommen immer dann, wenn man sie nicht erwartet. Ein Notgroschen auf dem Tagesgeld gibt dir die Sicherheit, solche Situationen ohne Schulden zu überstehen.

Die Faustformel: 3-6 Netto-Monatsgehälter

Die gängige Empfehlung: Lege 3-6 Netto-Monatsgehälter als Notreserve zurück. Bei 2.500 Euro Netto sind das 7.500-15.000 Euro. Die genaue Höhe hängt von deiner Situation ab.

Eher 3 Monatsgehälter reichen, wenn du fest angestellt bist mit sicherem Job, keine Immobilie besitzt, keine Kinder hast und einen Partner mit eigenem Einkommen hast. Eher 6 Monatsgehälter brauchst du wenn du selbstständig bist, Alleinverdiener mit Familie, eine Immobilie besitzt (Reparaturen!) oder in einer Branche mit hohem Kündigungsrisiko arbeitest.

Wo parke ich den Notgroschen?

Der Notgroschen muss zwei Bedingungen erfüllen: sofort verfügbar und sicher.

Tagesgeld ist die ideale Lösung: Das Geld ist am nächsten Werktag verfügbar, es gibt keine Kündigungsfristen, die Einlagensicherung schützt bis 100.000 Euro und du bekommst zumindest etwas Zinsen.

Girokonto funktioniert auch, bringt aber null Zinsen. Bei 2 % Tagesgeld-Zinsen und 10.000 Euro Notgroschen sind das 200 Euro pro Jahr die du verschenkst.

Nicht geeignet: Festgeld (nicht sofort verfügbar), ETFs (können im falschen Moment im Minus sein), Krypto (zu volatil) oder das Sparschwein (keine Zinsen, kein Einbruchschutz).

Notgroschen aufbauen: Der Plan

Wenn du noch keinen Notgroschen hast, starte mit einem festen monatlichen Betrag — auch wenn es nur 100 oder 200 Euro sind. Richte einen Dauerauftrag ein, der am Tag nach dem Gehaltseingang automatisch aufs Tagesgeld überweist. So gewöhnst du dich daran und das Geld ist "weg" bevor du es ausgeben kannst.

Priorisierung: Erst Notgroschen aufbauen, dann Schulden tilgen (außer teure Dispokredite — die haben Vorrang), dann langfristig investieren (ETF). In dieser Reihenfolge.

Wann darf ich den Notgroschen anfassen?

Nur bei echten Notfällen: ungeplante Reparaturen, Jobverlust, Krankheit, dringende medizinische Ausgaben. Nicht für Urlaub, Konsumwünsche oder "ich hab diesen Monat zu viel ausgegeben". Wenn du den Notgroschen angreifst, hat das Wiederauffüllen höchste Priorität.

Fazit: Der Notgroschen ist die Basis jeder Finanzplanung

Bevor du über ETFs, Altersvorsorge oder Immobilien nachdenkst: Bau deinen Notgroschen auf. Er gibt dir finanzielle Sicherheit und verhindert, dass du bei unerwarteten Ausgaben in den teuren Dispo oder einen Kredit rutschen musst. 3-6 Monatsgehälter auf dem Tagesgeld — mehr braucht es nicht.


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