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Einlagensicherung bei Neobanken: Ist dein Geld sicher?

SmartFinanz Redaktion·6 Min. Lesezeit
Einlagensicherung bei Neobanken: Ist dein Geld sicher?

"Ist mein Geld bei N26 genauso sicher wie bei der Sparkasse?" — eine der häufigsten Fragen, wenn es um Neobanken geht. Die kurze Antwort: Ja, solange die Neobank eine EU-Banklizenz hat oder über eine EU-lizenzierte Partnerbank arbeitet. Die längere Antwort hat ein paar Nuancen, die du kennen solltest.

Wie funktioniert die Einlagensicherung?

Die gesetzliche Einlagensicherung schützt dein Guthaben auf Girokonten, Tagesgeldkonten und Festgeldkonten bis zu 100.000 € pro Person und pro Bank. Das gilt in der gesamten EU und dem EWR. Wird eine Bank zahlungsunfähig, bekommst du dein Geld innerhalb von 7 Arbeitstagen zurückerstattet — aus dem Einlagensicherungsfonds des jeweiligen Landes.

In Deutschland ist das die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken (EdB) für private Banken und die Institutssicherung der Sparkassen und Genossenschaftsbanken. Letztere geht sogar weiter: Bei Sparkassen und Volksbanken werden nicht nur die Einlagen, sondern die gesamte Bank geschützt — kein Institut in diesen Verbünden ist je pleitegegangen.

Neobanken mit eigener Banklizenz

N26 hat eine eigene Vollbanklizenz der BaFin (Deutschland). Dein Geld ist über die EdB bis 100.000 € geschützt — genauso wie bei der Commerzbank oder Deutschen Bank.

C24 ist eine Marke der C24 Bank GmbH mit eigener Banklizenz. Auch hier gilt die volle gesetzliche Einlagensicherung.

Bei diesen Anbietern liegt dein Geld direkt bei der Bank — kein Umweg, kein Dritter dazwischen.

Neobanken mit Partnerbank

Vivid Money ist selbst keine Bank, sondern arbeitet mit der Solaris SE (vormals Solarisbank) als Partnerbank. Dein Geld liegt technisch bei Solaris und ist über deren Einlagensicherung geschützt — ebenfalls bis 100.000 €.

Wichtig: Wenn du bei mehreren Diensten Geld hast, die alle Solaris als Partnerbank nutzen, gilt die 100.000-€-Grenze zusammen für alle diese Konten. Solaris ist Partnerbank für etliche Fintechs — prüfe, ob du bei mehreren Solaris-Kunden bist.

E-Geld-Lizenz vs. Banklizenz

Manche Fintechs haben keine Banklizenz, sondern eine E-Geld-Lizenz (Electronic Money Institution). Das ist ein anderes Regelwerk: Dein Geld ist zwar treuhänderisch verwahrt (getrennt vom Firmenvermögen) und damit bei einer Insolvenz nicht verloren, aber es gibt keine klassische Einlagensicherung mit automatischer Erstattung innerhalb von 7 Tagen.

In der Praxis heißt das: Dein Geld ist auch bei E-Geld-Anbietern geschützt, aber der Prozess im Insolvenzfall kann länger dauern und komplizierter sein.

Tipp: Prüfe in den AGB oder im FAQ deines Anbieters, ob eine Banklizenz oder eine E-Geld-Lizenz vorliegt. Oder frage einfach unseren KI-Chat — der kennt den Lizenzstatus der gängigen Anbieter.

Sonderfall: Krypto und Investitionen

Die Einlagensicherung gilt nur für klassische Bankeinlagen (Giro, Tagesgeld, Festgeld). Nicht geschützt sind Aktien, ETFs, Kryptowährungen und andere Wertpapiere. Diese gehören dir als Sondervermögen und fallen nicht in die Insolvenzmasse der Bank — du bekommst sie zurück, aber über einen anderen Mechanismus (Wertpapier-Eigentumsrecht, nicht Einlagensicherung).

Bei Krypto auf Börsen hängt der Schutz vom jeweiligen Anbieter und dessen Regulierung ab. MiCA bringt hier mehr Schutz, aber keine klassische Einlagensicherung.

Wie prüfst du die Einlagensicherung?

  1. Impressum/AGB: Jede Bank muss ihre Einlagensicherung offenlegen
  2. BaFin-Institutsregister: Auf bafin.de kannst du prüfen, ob ein Institut eine Banklizenz hat
  3. EdB-Website: Die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken listet alle Mitgliedsinstitute
  4. Frage den Anbieter: Seriöse Neobanken kommunizieren ihre Einlagensicherung transparent

Fazit: Neobanken sind genauso sicher — wenn du die Lizenz prüfst

Neobanken mit EU-Banklizenz (direkt oder über Partnerbank) bieten den gleichen Einlagenschutz wie jede andere Bank. Dein Geld ist bis 100.000 € gesetzlich geschützt. Der einzige Punkt, auf den du achten solltest: Prüfe, ob eine echte Banklizenz vorliegt — und nicht nur eine E-Geld-Lizenz, die einen anderen Schutzmechanismus bietet.


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